Bis zum 31. März 2024: Politische Abstimmung
Zur Vorbereitung der Krankenhaus-Fusion erfolgte im ersten Quartal 2024 ein umfangreicher politischer Abstimmungsprozess, um alle Beteiligten aus der Kommunalpolitik zu diesem Thema mitzunehmen und an einen Tisch zu holen.
Bis zum 30. Juni 2024: Letter of Intent
In einer gemeinsamen Absichtserklärung haben der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die Stadt Korbach als Träger des Kreiskrankenhauses Frankenberg und des Stadtkrankenhauses Korbach eine Willenserklärung zu einer gemeinsamen Strategie für die beiden Häuser aufgesetzt.
Bis zum 30. September 2024: Abstimmung der Prozesse
Im dritten Quartal 2024 erfolgten die internen Abstimmungsprozesse zur Krankenhaus-Fusion - unter anderem auch mit dem Land Hessen, das für die Krankenhausfachplanung zuständig ist.
Bis 31. Dezember 2024: Erarbeitung einer Medizinstrategie
Bis Ende 2024 wurde gemeinsam mit einem Fachbüro eine Medizinstrategie für das neue Krankenhaus an den zwei Standorten in Frankenberg und Korbach erarbeitet. Hierbei ging es insbesondere darum, Empfehlungen auszusprechen, wie eine Fusion erfolgreich gelingen kann. Dafür wurden die gegenwärtigen und zukünftigen Leistungsspektren der beiden Krankenhäuser in Korbach und Frankenberg analysiert - und daraus die Weiterentwicklung des medizinischen Angebots für das neue gemeinsame Haus abgeleitet.
Bis zum 31. März: Vergabeverfahren Transaktionsprozess
Um den Fusionsprozess strategisch und organisatorisch zu begleiten, wird ein Fachbüro beauftragt, das die Transaktion der beiden Krankenhäuser zu einem gemeinsamen Haus mit begleitet. Im ersten Quartal 2025 wurde die Vergabe durchgeführt.
Bis 30. Juni 2025: Erarbeitung einer Strategie für den Transaktionsprozess
Fachlich begleitet wird die Krankenhaus-Fusion durch ein Fachbüro, das die Strategie für den Transaktionsprozess erarbeitet und mit begleitet. Hier geht es insbesondere um die erforderlichen Analysen und die Erstellung des Zeit- und Businessplans sowie die langfristige Finanzplanung für die Verschmelzung. Die konkrete Umsetzung der Teilprojekt-Schritte der Fusion sollen zeitnah folgen. Dazu gehören die Vorbereitung und Abschlüsse der Verträge, die Entflechtung der bisherigen Unternehmensstruktur und das Einholen aller rechtlichen Genehmigungen.
Bis 31. Dezember 2025: Vorbereitung der Fusion
Bis zum Ende des Jahres sollen alle erforderlichen organisatorischen Schritte für die Umsetzung der Fusion abgearbeitet werden, sodass die Fusion zum 1. Januar 2026 umgesetzt werden kann. Das beinhaltet auch die Einholung aller finalen Gremienbeschlüsse für die Verschmelzung der Häuser.
1. Januar 2026: Fusion
Zum 1. Januar 2026 sollen die Krankenhäuser in Korbach und Frankenberg fusionieren - als ein neues Haus an zwei Standorten.
Mit dem Beschluss des Kreistages haben die politischen Gremien des Landkreises die Weichen für die Fusion der Krankenhäuser in Frankenberg und Korbach gestellt. Im Rahmen dieser Entscheidung wurden die Eckpunkte der Fusion abgesteckt - und damit eine wichtige Strukturentscheidung für die Gesundheitsversorgung in Waldeck-Frankenberg getroffen.
5. Mai 2025: Kick-Off-Workshop mit Beratungsunternehmen
Start der aktive Arbeitsphasen, in der die Steuerungsgruppen gemeinsam mit dem Projektteam der Kreisverwaltung und einem externen Beratungsbüro konkret in den Transaktionsprozess einsteigen. Dabei unterstützt auch Gerd Brückmann, den der Landkreis als Transformationsmanager und Koordinator für den Prozess eingestellt hat.
Bis 31. August: Erarbeitung von rechtlichen und gesellschaftlichen Zielbildern
Von Mai bis Ende August steht die Erarbeitung der rechtlichen und gesellschaftlichen Zielbilder auf der Agenda - und die Durchführung der Due Dilligance, also der eingehenden Prüfung, Bewertung und Einordnung der beiden Häuser.
Bis 30. November: Konzeptionelle Ausarbeitung und Erstellung von Vertragswerken
Mit der konzeptionellen Ausarbeitung inkl. aller notwendigen Gremienabstimmungen und der Erstellung konkreter Vertragswerke werden die Leitplanken und der rechtliche Rahmen für die künftige gemeinsame Gesellschaft gesetzt.
Im ersten Quartal 2026: Das neue Unternehmen: Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF)
Im Rahmen der Fusion wurde ein Name für das neue, gemeinsame Klinikum an zwei Standorten gesucht. In einem transparenten Prozess, der die gesamte Belegschaft beider Häuser einbezog, hatten die Mitarbeitenden die entscheidende Stimme bei der Namenswahl. Die Entscheidung ist gefallen: Das fusionierte Haus wird den Namen Klinikum Waldeck-Frankenberg tragen.
In gemischt besetzten Arbeitsgruppen entwickeln Fachexperten beider Standorte gemeinsame Konzepte für Medizin, Pflege und Management. Zusätzliche Veranstaltungen für die gesamte Belegschaft stärken den Zusammenhalt und die gemeinsame Klinikkultur.
Im dritten Quartal 2026: Rechtlicher Vollzug der Fusion durch rückwirkende Verschmelzung zum 01.01.2026
Nach dem Abschluss der finalen Fusionsverträge wird die Zusammenführung der beiden Krankenhäuser rechtlich wirksam. Mit diesem entscheidenden Schritt ist das neue Unternehmen Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF) formell gegründet.
Im vierten Quartal 2026: Zuweisung der neuen Versorgungsaufträge für beide Standorte durch das Land Hessen
Die Krankenhauslandschaft in Deutschland wird neu geordnet. Für uns bedeutet das: Das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG) legt fest, welche medizinischen Schwerpunkte unsere beiden Standorte zukünftig haben werden.
Um diesen Wandel aktiv zu gestalten und die bestmöglichen Strukturen zu schaffen, werden die Mitarbeitenden im Rahmen des F.I.T.-Projekts eng eingebunden.
Im ersten Quartal 2027: Umsetzung der neuen Versorgungsaufträge
Nach der Zuweisung der Leistungsgruppen durch das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege tritt das Klinikum in die entscheidende Umsetzungsphase ein. An beiden Standorten werden nun die gemeinsam entwickelten Konzepte für Medizin, Pflege und Management realisiert. Ziel ist die strategische Strukturoptimierung, um die neuen Versorgungsaufträge zu erfüllen und das Klinikum zukunftsfest aufzustellen.
Im zweiten Quartal 2027: Maßnahmen zur Prozessoptimierung im Rahmen der Fusionsstrategie
Aufbauend auf den strukturellen Anpassungen beginnt nun die nächste entscheidende Phase: die Vereinheitlichung der Abläufe und Systeme. Sowohl die klinischen und pflegerischen Prozesse als auch die administrativen Abläufe werden standortübergreifend standardisiert. Ziel ist die Schaffung nahtloser Arbeitsabläufe, die Steigerung der Effizienz und die Sicherstellung einheitlich hoher Qualitätsstandards im gesamten Klinikum Waldeck-Frankenberg.
Im dritten Quartal 2027: Weitere Maßnahmen zur Strukturoptimierung im Rahmen der Fusionsstrategie
Während die Umsetzung der strukturellen Veränderungen an beiden Standorten konsequent vorangetrieben wird, stärkt das Klinikum den kontinuierlichen Dialog mit der Belegschaft. Um diesen fortlaufenden Transformationsprozess transparent zu begleiten und die Expertise aller Mitarbeitenden optimal zu nutzen, wird im Rahmen des F.I.T.-Projekts ein digitaler Diskussionsmarktplatz etabliert.
Im vierten Quartal 2027: Weitere Maßnahmen zur Prozessoptimierung im Rahmen der Fusionsstrategie
Die zuvor begonnene Vereinheitlichung der Prozesse und Systeme wird konsequent fortgesetzt und in dieser Phase vertieft. Im Fokus steht der Feinschliff der Arbeitsabläufe und die vollständige Integration der Systeme in den Klinikalltag.