Politische Steuerungsgruppe zur Krankenhaus-Fusion
Der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die Stadt Korbach arbeiten weiter intensiv an der gemeinsamen Strategie für die Krankenhäuser in Frankenberg und Korbach. Ziel ist es, beide Standorte so zu gestalten, dass sie auch künftig die bestmögliche Gesundheitsversorgung für die Menschen in der Region anbieten. Eng begleitet wird die Fusion auch von einer politischen Steuerungsgruppe: Sie besteht aus Abgeordneten der Gremien von Stadt und Landkreis.
Fusion transparent und effizient gestalten
„Wir befinden uns inmitten der Vorbereitungen für die geplante Fusion der beiden Häuser und haben ein Team aus Vertreterinnen und Vertretern des Kreistags und der Stadtverordnetenversammlung gebildet, um diesen wichtigen Prozess mit voranzutreiben und zu begleiten“, sagt Landrat Jürgen van der Horst. „Damit möchten wir sicherstellen, dass die Interessen aller Beteiligten bestmöglich berücksichtigt werden und der Transaktionsprozess transparent und effizient gestaltet wird“, betont der Bürgermeister der Stadt Korbach Stefan Kieweg.
Aus dem Kreistag wurden Katharina Tils, Harald Plünnecke, Udo Hoffmann und Jürgen Frömmrich in die Steuerungsgruppe entsandt. Moritz Briehl, Jens Deutschendorf, Heinz Langerzik und Kai Schumacher kommen von Seiten der Korbacher Stadtverordnetenversammlung dazu. Das Team komplettieren Landrat Jürgen van der Horst, der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese, Bürgermeister Stefan Kieweg sowie die Büroleitungen von Landkreis und Stadt Thomas Vorneweg und Ralf Buchloh und Christopher Emde als Referent des Landrats.
Verbindungsglied zur Kommunalpolitik
Gemeinsam begleiten sie die Planungen und Meilensteine bis hin zur Fusion der beiden Kliniken von politischer Seite. Das bedeutet: Sie kommunizieren als Multiplikatoren alle wichtigen Themen rund um die Fusion in ihre politischen Gremien. Sie kümmern sich um die Vorbereitung der Beschlussvorlagen und die Kommunikation in die Fraktionen. Und sie begleiten die operative Steuerung des Transaktionsprozesses von einem Krankenhaus an zwei Standorten aus politischer Sicht mit.
„Das Team nimmt damit eine Schlüsselfunktion im gesamten Vorhaben ein, denn die Abgeordneten bilden das direkte Verbindungsglied in die Kommunalpolitik“, betont der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Karl-Friedrich Frese die Funktion der Steuerungsgruppe, die sich kürzlich zum ersten Mal getroffen hat, um die gemeinsame Arbeit zu organisieren und aufzunehmen.
Straffer Zeitplan für Verschmelzung
Damit steigt die Steuerungsgruppe nun direkt in den Transaktionsprozess zur Fusion ein. Fachlich dabei unterstützen wird ein auf das Thema spezialisiertes Beratungsdienstleistungs-Unternehmen. „In dieser Woche fanden nach Ausschreibung die intensiven Auswahlgespräche statt. Insgesamt fünf Büros aus ganz Deutschland haben sich bei uns vorgestellt“, berichtet Landrat Jürgen van der Horst zum aktuellen Stand. „Mitte April werden wir den Auftrag vergeben. Dann geht es in die Analysen und die Erstellung des Zeit- und Businessplans sowie der langfristigen Finanzplanung für die Verschmelzung – und dann auch zeitnah in die konkrete Umsetzung der Teilprojekt-Schritte der Fusion.“ Dazu gehören laut Landrat die Vorbereitung und Abschlüsse der Verträge, die Entflechtung der bisherigen Unternehmensstruktur und das Einholen aller rechtlichen Genehmigungen. „Der Zeitplan ist straff.“
Bildunterschrift: Eine Steuerungsgruppe aus der Politik wird die Krankenhaus-Fusion zwischen Frankenberg und Korbach von politischer Seite aus mit begleiten. Mit dabei sind Abgeordnete des Kreistags und der Stadtverordnetenversammlung. Auf dem Bild fehlen Heinz Langerzik, Jürgen Frömmrich und Katharina Tils, für die Markus Nordmeier in Vertretung zum ersten Termin gekommen ist. Auch die Bürgermeisterin der Stadt Frankenberg Barbara Eckes war zu Gast. (Foto: Landkreis Waldeck-Frankenberg)
Hintergrund: Krankenhaus-Fusion
Unzureichende Leistungsfinanzierung, Fachkräftemangel, demografischer Wandel und stetig steigende Kosten: Der finanzielle Druck für Krankenhäuser – insbesondere im ländlichen Raum – steigt stetig an. Bei der Gesundheitsversorgung wollen die beiden Kliniken in Korbach und Frankenberg künftig eng zusammenarbeiten: Unter der Trägerschaft des Landkreises ist ein gemeinsames Krankenhaus mit zwei Standorten geplant. Denn es braucht neue Ideen, Konzepte und Verbundlösungen, um die medizinische Versorgung in Waldeck-Frankenberg nachhaltig zu stärken – auch angesichts der geplanten bundesweiten Krankenhausreform.